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  Fragen & Antworten


  Ein persönliches Wort

 

  

Sie haben Fragen? Hier sind die Antworten!

 

Was für Möglichkeiten gibt es, wenn es um englische oder amerikanische Orgeln geht?

Welche Orgeln können Sie anbieten?

Sind die Orgeln, die Sie anbieten, in Ihrem Besitz?

Kann man die Orgeln vorher besichtigen?

Welche Informationen haben Sie von den Instrumenten?

Was ist das Besondere an englischen oder amerikanischen Orgeln?

... und wo liegen die Schwächen?

Englische Orgeln? Das sind doch nur dumpfe 8'-Register...

Orgeln aus Übersee zu importieren muss die Sache doch sehr teuer machen... Von welchen Preisen sprechen wir hier?

Mal angenommen, wir möchten ein Projekt starten. Wie gehen wir vor?

Wie sieht es mit der Garantie aus?

Was entstehen für Folgekosten?

Unsere Orgel aus den 50ern/60ern/70ern ist sehr störanfällig. Wie können Sie da behaupten, dass ein über 100 Jahre altes Instrument da eine Verbesserung wäre?

 

 

 


 

 

Was für Möglichkeiten gibt es, wenn es um englischen oder amerikanische Orgeln geht?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten.

1.) Eine vollständige Restaurierung

2.) Eine Umstrukturierung, bzw. ein Teilneubau unter Verwendung einzelner Komponenten.

Bei einer Restaurierung sind wir darauf angewiesen, ein passendes Instrument zu finden, welches ohne größere Eingriffe in die Substanz an den neuen Standort passt – technisch, architektonisch und klanglich. Ein reizvolles Beispiel ist unser Steere&Turner-Projekt in Köln-Rodenkirchen.

Deutlich flexiblere Möglichkeiten bieten sich bei Restrukturierungen. Hierbei werden einzelne Teile der Orgel restauriert und verwendet (z.B. Windladen, Pfeifenwerk, Bälge) und der Rest nach unserem heutigen Neubaustandard neu gefertigt. Das bedeutet, dass wir technisch und architektonisch völlig frei sind und in Sachen Platzbedarf und Prospektgestaltung ähnlich einem Neubau auf den Raum eingehen können. Dafür können natürlich nur Instrumente verwendet werden, die nicht von historischer Bedeutung sind.

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Welche Orgeln können Sie anbieten?

Der Bestand an Orgeln, auf den wir zurückgreifen können, fluktuiert. Erfahrungsgemäß können wir jederzeit auf rund 30-40 Instrumente alleine aus England/Irland/Schottland zurückgreifen. Ähnlich hoch ist der Bestand an amerikanischen Orgeln. Die Größe geht von kleinen positiven mit 5 Registern, bis hin zu viermanualigen Konzertorgeln mit rund 50 Registern.

Erhalten wir eine Anfrage, finden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit immer ein paar passende Instrumente.

Eine kleine Auswahl an verfügbaren Orgeln können Sie auf unserer Gebrauchtorgel-Seite sehen.

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Sind die Orgeln, die Sie anbieten, in Ihrem Besitz?

Nein. Die Orgeln sind fast ausschließlich noch an ihrem bisherigen Standort, die meisten in spielfähigem Zustand. Deswegen gibt es auch immer eine gewisse Fluktuation in unserem Bestand.

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Kann man die Orgeln vorher besichtigen?

Wir legen sogar großen Wert darauf, zusammen mit der Gemeinde und dem betreuenden Orgelsachverständigen oder einer anderen neutralen Person vorab die in Frage kommenden Instrumente zu besichtigen. Niemand soll die Katze im Sack kaufen.

Die Orgeltouren werden von uns organisiert.

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Welche Informationen haben Sie von den Instrumenten?

Unterschiedlich. Wenn wir Nachricht über ein neu verfügbares Instrument erhalten, sind wir zuerst von den Informationen abhängig, die wir von den Gemeinden erhalten. Der Umfang der Informationen geht von der bloßen Disposition bis hin zu präzisen technischen Zeichnungen.

Gibt es Interessenten für ein Instrument, wird dieses dann natürlich von uns im Vorfeld gründlich aufgenommen.

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Was ist das Besondere an englischen oder amerikanischen Orgeln?

Wie in jeder Epoche können selbst bei zeitgleich gebauten Instrumenten deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Orgelbauern bestehen, grundsätzlich zeichnen sich jedoch Orgeln der englisch-/amerikanisch-romantischen Epoche durch eine weiche und tragfähige Grundtönigkeit aus. Die Klangkrone ist je nach Erbauer mehr oder weniger ausgeprägt. Im Gegensatz zu deutsch-romantischen Orgeln ist das zweite Manual (Schwellwerk) deutlich ausgeprägter.

Von der Technik her ähneln sich die Orgeln insofern, als das Pedal, unabhängig von der Technik der Manualtraktur (mechanisch oder pneumatisch), meist pneumatisch angesteuert wird. Dies liegt darin begründet, dass die Pedalwerke als Extensionsreihen gebaut (das bedeutet, es werden aus einer Pfeifenreihe mehrere Register ausgezogen) und die Pfeifen auf mehreren Einzelwindladen verteilt wurden.

Prinzipiell ist zu sagen, dass englische Instrumente sich durch eine solide Bauart auszeichnen.

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... und wo liegen die Schwächen?

Die Achillesferse englischer Orgeln sind die Windladen. Vielfach wurden die oberen Fundamentbretter rechtwinklig zur Kanzellenrichtung verleimt und sind in den darauffolgenden Jahrzehnten oftmals gerissen. Die Folge sind Durchstecher zwischen benachbarten Kanzellen.

Diesem Problem können wir jedoch selbst in klimatisch problematischen Situationen nachhaltig begegnen. Als Beispiel dient hier unsere restrukturierte englische Orgel für die portugiesische Gemeinde in Castelo Branco. Wie wir das machen zeigen wir Ihnen gerne persönlich in unserem Betrieb.

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Englische Orgeln? Das sind doch nur dumpfe 8'-Register...

Ja und nein. Es gibt in der Tat etliche auch zweimanualige Instrumente, die hauptsächlich aus 8'-Registern bestehen. Dies ist jedoch nicht die Regel und vom jeweiligen Erbauer abhängig. Da wir immer eine größere Auswahl an Orgeln haben, können wir auch Orgeln mit höherliegenden Registern anbieten.

Bei Umstrukturierungen ist es technisch auch ohne Weiteres möglich, kleinere Register anzublocken. Mensurierung und Intonation orientieren sich dann an authentischen Vorbildern.

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Orgeln aus Übersee zu importieren muss die Sache doch sehr teuer machen... Von welchen Preisen sprechen wir hier?

Natürlich ist die Überführung eines Instruments ein logistischer Aufwand. Dank der Tatsache, dass wir die meisten Instrumente zu einem äußerst günstigen Einkaufspreis erstehen können, liegen die Preise selbst bei Teilneubauten Größenordnung bei der Hälfte des Neubaupreises.

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Mal angenommen, wir möchten ein Projekt starten. Wie gehen wir vor?

Die grundsätzliche Vorgehensweise ist folgende:

Nach Ihrer Anfrage kommen wir zu Ihnen und besprechen während eines Ortstermins die Voraussetzungen.

Wir geben Ihnen eine Übersicht der in Frage kommenden Instrumente aus unserem Bestand mit ersten Informationen.

Zusammen mit Ihnen und dem betreuenden Orgelsachverständigen werden 2-3 Orgeln herausgefiltert.

Wir kümmern uns um genauere Informationen über diese Orgeln und erstellen ein erstes Vorabangebot mit einem ersten Kostenrahmen inklusive einer ersten technischen Skizze.

Dann wird es ernst: wir organisieren eine Orgelreise zu den ausgewählten Instrumenten, um diese gemeinsam zu begutachten. Die Reisen werden von uns organisiert.

Anschließend wird eine Orgel ausgewählt, für die wir dann ein endgültiges Angebot mit verbindlichen Zeichnungen und Prospektgestaltungsvorschlägen erstellen.

Abschließend entscheiden Sie über die Durchführung des Projekts.

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Wie sieht es mit der Garantie aus?

Für umstrukturierte Instrumente geben wir grundsätzlich unsere Neubaugarantie von 15 Jahren – auch für die restaurierten Komponenten.

Für restaurierte Orgeln geben wir je nach Umfang der Restaurierung ebenfalls bis zu 15 Jahren Garantie!

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Was entstehen für Folgekosten?

Unsere Garantie ist wie bei allen neu aufgestellten Instrumenten abhängig vom Abschluss eines Wartungsvertrages mit uns für die Dauer der Garantiezeit.

Um die Wartungskosten in einem bezahlbaren Rahmen zu halten, werden vorab Festpreise festgelegt, die sich im üblichen Rahmen bewegen.

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Unsere Orgel aus den 50ern/60ern/70ern ist sehr störanfällig. Wie können Sie da behaupten, dass ein über 100 Jahre altes Instrument da eine Verbesserung wäre?

Die Orgeln des deutschen Neobarocks zeichnen sich aus verschiedenen Gründen oftmals nicht durch eine langlebige Technik aus (Marode Elektrik, schlechte Materialien auf Grund von Nachkriegsmangel etc.). Deswegen kann es durchaus der Fall sein, dass eine umfassende Renovierung teurer käme als die Übernahme eines englischen Instruments.

Die Instrumente der englisch-/amerikanischen Romantik, die bis heute überlebt haben, sind jedoch, neben ihrer reizvollen musikalischen Seite, äußerst solide gebaut und werden nach unseren Arbeiten weitere Jahrzehnte überstehen.

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